Positionierung

Wenn die bestehenden Beschwerden fachärztlich vollständig abgeklärt sind und daraus folgt, dass keine spezielle Therapie ( z.B. wegen eines Tumors ) oder ein chirurgischer Eingriff erforderlich sind, dann fällt die Entscheidung für eine konservative Behandlung mit Arzneimitteln, die entzündungshemmende, spasmolytische und schmerzstillende Behandlungswirkungen erzielen sollten.
Bei akuten Zuständen, die sich durch starke Schmerzen oder andere belastende Erscheinungen äußern und eine schnelle Hilfe erfordern (Herzinfarkt, Schlaganfall, Koliken usw.), ist die rechtzeitige medikamentöse Therapie unersetzbar.
Wenn aber der Patient aus der Gefahrzone akuter Beschwerden befreit ist oder den Patient seit einiger Zeiten chronische Schmerzen belasten, z.B. am Bewegungsapparat, dabei die verabreichten Medikamente jedoch keine ausreichende Hilfe gewährleisten und abgesehen davon mit verschiedenen Nebenwirkungen verbunden sind, dann macht es den Sinn die für eine Genesung notwendigen Behandlungswirkungen durch die Anregung der eigener Selbstheilungskräfte anzuwenden.

BESONDERHEIT DER ENTZÜNDUNGSHEMMENDEN UND SCHMERZSTILLENDEN WIRKUNGEN.

In den meisten Fällen sind im Beschwerdeort folgende Reaktionen vorhanden:
Die Stelle, an der die Schmerzen empfunden werden, hat immer eine Überempfindlichkeit, die sich sogar bei einer Berührung bemerkbar belastend äußert. Stärkere und länger anhaltende Beschwerden deuten darauf hin, dass die Nervenrezeptoren durch einen Entzündungsprozess gereizt sind.
Das Problem dabei ist, dass die meisten Therapieverfahren mit ihren Behandlungsreizungen eben dort ansetzen, was ziemlich schmerzhaft sein kann. Dadurch kommt es häufig  zu einer Verschlechterung und einer Überreizung durch die Behandlung, die daraufhin möglicherweise auch abgebrochen wird.

Um solche Reaktionen zu vermeiden und dem Patient möglichst schnelle Behandlungsergebnisse durch schonende Behandlungseinwirkungen anzubieten, wurde in meiner Praxis ein besonderes Verfahren entwickelt, bei dem gezielte therapeutische Reizungen in vom Beschwerdeort entfernten Punkten angewendet werden. Dabei dient der Schmerzbereich selbst nur als Indikator einer korrekt durchgeführten oberflächlichen Akupunktur. Nach dem kaum spürbaren Setzen der Akupunturnadeln an entfernten Punkten mit einer Tiefe von nur 5 mm entstehen schnelle und nachweislich kontrollierbare entzündungshemmende und schmerzstillende Wirkungen im Schmerzbereich, die sich durch eine Beruhigung der erhöhten Gewebeempfindlichkeit, mit einer Linderung der Schmerzen und auch bei der Bewegung mit den abschwellenden Gewebereaktionen zeigen. Durch die wiederholten Behandlungsreizungen werden eine weitere Rückbildung der Entzündung erreicht, die die Beschwerden verursacht hat und stabile Behandlungsergebnisse erzielt.

Die Tatsache, dass sich die Reaktionen des Organismus bei den verschiedenen Erkrankungen aus dem Gebiet der Orthopädie, Neurologie, Innerer Medizin, Gynäkologie oder HNO-Organe an der Körperoberfläche mit gleichen Anzeichen äußern, ermöglicht eine hilfreiche Anwendung der Methode der oberflächlichen kontrollierbaren Nadelreflex-Schmerzakupunktur bei Beschwerden aus verschiedenen Gebieten der Medizin.

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