Ganzheitliche Medizin – Alternative oder nützliche Ergänzung zur Schulmedizin?

Die ganzheitliche Betrachtung bedeutet die Erkennung der Zusammenhänge einzelner Symptome, wie z.B. Schmerz in Verbindung mit anderen eventuellen Störungen im Inneren des Organismus.

Angenommen ein Patient leidet unter Knieschmerzen mit einer Minderung der Belastbarkeit und daraus folgenden schmerzhaften Bewegungseinschränkungen. Die Beschwerden kommen allmählich ohne besondere Ursache aus Sicht des Patienten. Auch eine berufliche Beanspruchung der Knie ist nicht gegeben. Bildgebende Verfahren ergeben keinen Befund – dem Gelenk „fehlt nichts“. Beim Abtasten lassen sich nur zahlreiche Gewebeverhärtungen am Gelenk nachweisen – Muskuläre und Sehnenansatzstellen sind angespannt. Für die Therapie bedeutet das: Dehnungsübungen. Die anschließenden 10-20 Anwendungen bringen keine bedeutende Erleichterung. Warum?

Betrachtet man von Anfang an den Knieschmerz ganzheitlich insbesondere bei fehlendem Befund, kann man dieses Geschehen aus einer anderen Pespektive sehen und beurteilen.

Das Gelenk ist gesund, aber die zu ihm gehörenden Muskeln, Sehnen und Bänder sind verkrampft. Einseitige Überlastungen, bzw. Fehlhaltungen als Ursache werden vom Patient ausgeschlossen. Wie entsteht sowas?

Die genannten Gewebe funktionieren nicht einfach von sich aus und verkrampfen nicht aus „Langeweile“. Ihr Zustand und ihre Funktion werden von Nerven gesteuert.  Jeder Nerv in der Peripherie hat seinen Ursprung im spinalen Wurzelnerv.

Für die unteren Extremitäten sind die Wirbelsäulenabschnitte der unteren Brustwirbelsäule bis zur Lendenwirbelsäule zuständig. Eine Reizung des spinalen Nervs auf dieser Höhe verusacht eine Spannung der Gewebe in seinem Referenzbereich. Die Gelenkflächen verschieben sich und passen nicht mehr aufeinander.  So entsteht ein Schmerz im Knie bei absolut gesundem Gelenk. Wird das Problem allerdings nicht richtig erkannt, können sich nach einiger Zeit erste Anzeichen einer beginnenden Arthrose zeigen.

Jeder spinale Wurzelnerv teilt sich nach seinem Austritt aus dem Rückenmark in zwei Äste auf. Ein Ast bleibt an der Rückenseite und versorgt die ihm zugehörigen Gewebe. Der andere Ast geht nach vorne und beteiligt sich an der Innervation der Inneren Organe. Dadurch bilden bestimmte Innere Organe, Gewebepartien am Rücken und in der Peripherie an den Extremitäten eine Einheit – ein Funktionskreis indem die Schwäche eines Mitglieds auf die Anderen negativen Einfluss nehmen kann.

Beispielsweise wird nach einer Unteruchung festgestellt, dass eine Irritation des 3.Lenden-Segments (L3) verantwortlich für einen Schmerz am Knie ist. Parallel ist diese segmentale Ebene auch reflektorisch mit dem unteren Pool der Niere, Harnleiter, Darm verbunden. Sollten hier Funktionsstörungen auftreten, werden sie über nervale Bahnen zum Spinalnerv übertragen. Von dort aus weiter Richtung des Zentralen Nervensystems aber auch zum zweiten Ast am Rücken – dadurch verspannen sich die Gewebe am Rücken und in ihren reflektorischen Fortsetzungen in der Peripherie (z.B. am Knie).

FAZIT: Bei Schmerzen am Bewegungsapparat, anhaltenden Schwindelzuständen, migräneartigen Kopfschmerzen usw., insbesondere wenn sich ein Befund nicht eindeutig feststellen lässt und zahlreiche Therapien keine Besserung erreichen, sollten unbedingt die Wirbelsäule und die Inneren Organe überprüft werden.  Ein solches ganzheitliches Vorgehen bietet sich als ergänzende Maßnahme zur Schulmedizin an. Die Richtigkeit der gestellten Diagnose wird in einer Probebehandlung eindeutig geklärt.

Akupunktur und Laser bei Arthrose

Arthrose gehört bei Beginn zu den stillen Krankheiten. Oftmals werden die Schmerzen und die daraus folgende Einschränkung der Lebensqualität als eine Art Alterserscheinung meist einfach hingenommen. Aber jeder Zweite über 35 weist bereits eine beginnende Arthrose auf und spürt noch nichts davon, denn der Abbau von Knorpel tut lange Zeit nicht weh.

kniegelenk3Arthrotische Erscheinungen sind die Folge eines übermäßigen Gelenkknorpel-Verschleißes. Ausgelöst durch einseitige körperliche Belastung und Fehlhaltung in Beruf und Alltag kann jedes Gelenk im Körper betroffen sein, wobei Knie- und Hüftgelenksarthrose am häufigsten vorkommen. Außerdem können Veränderungen an der Wirbelsäule durch reflektorische Veränderungen in verschiedenen Körperpartien zu Arthrose führen. Beispielsweise kann eine Osteochondrose im Bereich des 4-5-6 Halswirbels zu einer Schultergelenksarthrose, im Bereich des 2-3 Lendenwirbels zu Hüftgelenksarthrose und im 4-5 Lendenwirbel zu Knie- und Sprunggelenksarthrose. Der Grund dafür ist: Reizungen der Spinalwurzelnerven führen zu Verspannungen der Sehnen und Muskeln, die von diesen Nerven versorgt werden. Dadurch entsteht ein zunehmender Druck im Gelenksystem.  Im Hüftgelenk pressen die verkrampften Muskeln den Kopf des Oberschenkelknochens in die Gelenkpfanne.  Am Kniegelenk werden durch die Verspannungen die Gelenkflächen gegen einander verschoben. Das alles führt zu  vermehrten Verschleißerscheinungen.

Die ersten Symptome der Arthrose äußern sich durch morgendliche Anlaufschwierigkeiten, abnehmende Beweglichkeit, wiederkehrende oder Belastungsschmerzen. So entsteht eine gelenkschonende Bewegung, bei der die Muskeln stabilisierende Zusatzaufgaben übernehmen, für die sie eigentlich nicht geschaffen sind. Unnatürliche Bewegungsabläufe innerhalb des Gelenksystems melden sich im Gehirn und es erhöht die Grundspannung, damit das Gelenk trotzdem „läuft“. Angespannte Muskeln geben dem Gelenk zwar wieder Stabilität, aber zu welchem Preis?

Eine erste fatale Folge ist: In dem dauerhaft angespannten Muskeln werden eigene Blutgefäße zusammen gepresst. Dies bedeutet eine Verschlechterung der Sauerstoff- und Nährstoffversorgung und einen nicht ausreichenden Abtransport von Stoffwechselabfallprodukten. In den Bindegeweben steigen die sauren pH-Werte. Nervale Rezeptoren reagieren auf diese Veränderung mit Schmerz.

Die zweite Folge: Die ständig angespannten Muskeln drücken bei jeder Bewegung die Gelenkflächen stärker zusammen. Der Gelenkknorpel wird so schneller zerstört. Eine rasante Entwicklung der Arthrose ist vorprogrammiert.

In der Endphase reiben die Knochenenden im Gelenk ohne ihren schützenden Knorpelüberzug aneinander, dies wird durch starke bewegungsabhängige Schmerzen bemerkbar.

Traditionell werden die Schmerzen bei einer Arthrose vor allem medikamentös behandelt, um eine entzündungshemmende Wirkung zu erzielen. Allerdings sollte man sich darüber im Klaren sein, dass gerade ältere Patienten daran leiden und hier die Ausscheidung der chemischen Substanzen von eingenommenen Arzneien häufig beeinträchtigt sein kann. Darüber hinaus nehmen ältere Menschen nicht selten eine Vielzahl von Medikamenten ein, so dass immer die Gefahr von Wechselwirkungen besteht. Nichtsteroidale entzündungshemmende Präparate können Asthma verstärken oder Magenblutungen verursachen.

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Akupunktur

Eine Alternative nicht nur zur Schmerzlinderung sondern auch für eine Wirkung Richtung Ursache der Arthrose (Gelenkknorpel-Verschleiß) wäre eine reflextherapeutische Einwirkung durch eine besondere Methode der Akupunktur.

Für den Schmerz bei der Arthrose ist vor allem eine Entzündung in der Synovia (innere Schicht der Gelenkkapsel) verantwortlich. Dadurch entstehen an der Oberfläche der Bindegewebe mehrere empfindliche Knotenbildungen. Durch ein sorgfältiges Aussuchen und oberflächliches Punktieren (Tiefe 2mm) dieser Stellen können sich die Schmerzen ziemlich schnell zurückbilden und die Beweglichkeit sofort zunehmen. Das weitere Vorgehen besteht im Lokalisieren und Behandeln von weiteren druckempfindlichen Verhärtungen der Muskeln, Bänder und Sehnen, die das betroffene Gelenk befestigen und eine stabilisierende Funktion für alle Bewegungsabläufe haben.

Die so entstehende Entkrampfung entlastet sofort das Gelenk: Die Gelenkflächen drücken nicht mehr aufeinander, die verbesserte Durchblutung führt mehr Sauerstoff, notwendige Vitamine und Spurenelemente zu. Die Gelenkflüssigkeit bildet sich wieder in optimalem Ausmaß und eine reibungslose Bewegung an den Knochenenden wird gewährleistet. Der Gelenkknorpel kann sich regenerieren, er wird dicker und seine Pufferfunktion effektiver.

Bei der speziellen Schmerz-Akupunktur wird die Bildung von Gewebe durch neues Kollagen erzeugt –  das Kollagen ist der Grundbaustein des Gelenksystems. Es macht Bänder und die Gelenkkapsel stabiler und wirkt zusätzlich positiv auf die Produktion von neuen Knorpelzellen.

LASER-Elektroden

LASER-Elektroden

Um die Wirksamkeit der Nadeln am Gelenk zu erhöhen, wird mit Erfolg ein LASER-Gerät eingesetzt. Acht LASERstrahlen-Elektroden mit je 4cm Tiefenwirkung können an den am stärksten betroffenen (schmerzhaftesten) Stellen, bzw. über dem abgenutzten Knochen- und Knorpelgeweben angebracht werden. Sehr hilfreich kann auch die Anbringung einer Elektrode in der Kniekehle sein, wenn das Knie wegen eines starken Spannungsgefühls in der Kniekehle (Baker-Zyste) nicht gebeugt werden kann. Die LASER-Anwendung wirkt schnell und entzündungs-hemmend. Die Flüssigkeit aus der Zyste als Begleitsymptom einer Entzündung, wird wieder vom Körper aufgenommen und erspart unnötige Punktionen zur Entfernung der angesammelten Flüssigkeit.

Durch die parallele Behandlung der Wirbelsäule entstehen weitere reflektorische Einwirkungen auf das Gelenk. Die auf diesem Weg erreichte optimale Blut- und Nervenversorgung kann eine weitere Arthroseentwicklung stoppen oder wenigstens deutlich verlangsamen.

Freude an schmerzfreier Bewegung ist also durchaus möglich und eine Schmerzlinderung bei der ersten Behandlung kann sehr motivierend sein.

Viele weitere Informationen und ein Newsletter zu Arthrose auf  www.curado.de