Rheumatische Erkrankungen und kontrollierte Nadelreflex-Schmerzakupunktur .

Rheumatische Erkrankungen – Nebenwirkungsfreie und gut verträgliche Behandlung mit kontrollierter Nadelreflex-Schmerzakupunktur

Jede Erkrankung des Organismus zeichnet sich durch ein entzündliches Vorgehen in den betroffenen Strukturen aus.

Eine Entzündung ist eine Verteidigungresktion  im erkrankten Gewebe, die sich durch besondere äußerliche Erscheinungen präsentiert.

  • Rötung (Rubor). Schon auf den ersten Blick ist eine lokale oder diffuse Rötung auf der Haut sichtbar.  Dies bedeutet, dass ein Erreger (zerstörtes Gewebe durch eine direkte traumatische Einwirkung,  Fremdkörper, Bakterien oder ein allergischer Stoff) vom Abwehrsystem erkannt und bekämpft wird. Dafür wird dem Erkrankungsort durch eine Erweiterung der Gefäße eine große Menge an Blut zugeführt. Die oberflächlichen Gewebeschichten sind dadurch gerötet. Welche physiologischen Funktionen hat eine solche Reaktion? Um die Eindringlinge zu beseitigen und eine Heilung des Gewebes zu erreichen, werden zusammen mit dem Blut verschiedene Abwehrzellen zugeführt.
  • Lokale Erhöhung der Hauttemperatur (Calor). Bei Berührung wird eine deutliche Wärme empfunden, dafür sorgt das arterielle Blut im Bereich des Beschwerdeortes.
  • Schwellung (Tumor). Das arterielle Blut kommt in großer Menge im betroffenen Gewebe an. Der Rückfluss ist jedoch deutlich verlangsamt, damit der Erreger nicht im ganzen Körper verteilt werden kann. Der Druck im Gefäßsystem steigt. Um einen Druckausgleich zu erreichen, entweicht der flüssige Anteil des Blutes (Plasma) durch die erweiterten Gefäßwände in die Gewebe, was zu einer Schwellungsreaktion führt.
  • Schmerz (Dolor). Das angeschwollene Gewebe drückt auf die nervalen Rezeptoren, dies führt zu einem Ruheschmerz. Druck von außen führt ebenfalls zu einem Schmerz im Schwellungsbereich.
  • Gestörte Funtkion. Die betroffenen Körperpartien sind nicht voll belastbar.

Die genannten Entzündungsmerkmale sind typisch bei rheumatischen Erkrankungen. Bemerkenswert dabei ist, dass lokale Behandlungseinwirkungen wie Massage, Spritzen oder Akupunktur im Bereich des akuten Rheumaprozesses (Gelenke bei rheumatoider Polyarthritis, Sehnen-Muskeln-Bänder-Schleimbeutel-Bindegewebe bei Weichteilrheuma) eine deutliche Verschelchterung provozieren kann. Deswegen bleibt den Patienten bei akuten Rheumazuständen oft nichts anderes übrig, als sich mit kalten Umschlägen und starken antirheumatischen Medikamenten zu behandeln.

Meine langjährigen Beobachtungen in der Praxis lassen auf Folgendes schliessen: Bei vielen Erkrankungen werden zu Beginn etliche Abwehrreaktionen des Organismus beobachtet, die ihren physiologischen Sinn darin haben, dem Körper zu helfen. Ist der Erreger oder die Störung zu stark, führt dies zwangsläufig zu Störungen bei den Heilungsprozessen und so entwickelt sich ein „Teufelskreis“, wobei der gestörte Ablauf der Verteidigungsreaktionen zu einem neuen Beschwerdeschub führt.

Im Fall einer Rheuma-Erkrankung ist die Steigerung der Blutzirkulation im betroffenen Bereich wichtig um den Ort mit reichlich Abwehrzellen zu versorgen. Der langsame Blutrückfluss und die zunehmende Schwellungsreaktion greifen jedoch die nervalen Rezeptoren an und überreizen sie, was zu einer Lähmung im Gefäßsystem führen kann. Schwellung und Schmerz nehmen zu.

Mit kühlenden Umschläge nimmt die arterielle Blutzufuhr ab, der Druck im Gefäßsystem lässt nach, das venöse Blut wird leichter abtransportiert, die Schwellung bildet sich zurück und die nervalen Rezeptoren werden entlastet.

Die gleichen nur deutlich ausgeprägteren entzündungshemmenden und schmerzlindernden Reaktionen lassen sich bei der oberflächlichen mit bis 5 mm tiefen Nadelung der fern vom Erkrankungsort liegende Punkten beobachten. Diese Wirkungen entstehen schnell (Sekunden-Phänomen) und machen die von mir entwickelte Methode prüfbar. Die wesentliche Schmerzlinderung und die bemerkbar abschwellenden und beruhigenden Reaktionen im Gewebe bestätigen die richtige Behandlungsstrategie.

Auch bei Morbus Bechterew (Spondylitis ankylosans) ist die  kontrollierte Nadelreflex-Schmerzakupunktur hilfreich. Die entzündlichen  Reaktionen liegen bei dieser Erkrankung an der Wirbelsäule vor. Sie lassen sich schnell und anhaltend mit den individuell bei dem Patienten ausgesuchten Punkten an den Extremitäten zurückbilden.

Diese gezielten entzündungshemmenden Wirkungen in den von Rheuma betroffenen Geweben sorgen dafür, dass alle anderen zusätzlichen  antirheumatischen Maßnahmen (wie physikalische Therapie oder Heilstollentherapie) ein höheres Wirkungspotential erreichen.