Steigerung der Wirksamkeit meiner Akupunkturmethode – Neue Erkenntnisse aus den Praxisforschungen

Der Ort der Beschwerden wird durch eine erhöhte Reizempfindlichkeit erkennbar. Schon ein leichter Druck oder auch nur eine Berührung verursachen eine schmerzhafte Reaktion mit eventuellen Bewegungseinschränkungen (z.B. am Rücken) oder eine verminderte Belastbarkeit (z.B. an den Gelenken). Je intensiver diese Erscheinungen sind, desto stärker ist der entzündliche Prozess in den betroffenen Körperpartien.

Schon vor vielen Jahren habe ich bemerkt, dass der präzise Nadeleinstich im Schmerzbereich eine schnelle, positive Wirkung erreichen kann, die Gewebe waren anschließend weniger gereizt, der Schmerz wesentlich geringer und die Beweglichkeit entsprechend freier.

Auch die traditionelle chinesische Akupunktur empfiehlt ebenfalls dort zu stechen, wo es weh tut. Allerdings liegt die grösste Schwierigkeit beim praktischen Vorgehen in der genauen Lokalisierung der wirksamsten Punkte.

Die Entwicklung einer Untersuchungstechnik der Gewebe hat es mir ermöglicht, die hilfreichsten Stellen zu finden und auszuwählen. Wenn eine der Nadeln sogar nur um 5mm den richtigen Punkt verfehlt, ist die gewünschte Besserung nicht zu erreichen. Hier ist absolute Genauigkeit entscheident.

Für viele Patienten ist diese Art der Akupunktur wirksam. Es gibt aber auch Fälle, bei denen sich die Gewebereizungen nur langsam zurück bilden. Man könnte sagen, dass starke Abnutzungserscheinungen am Knochen, an der Bandscheibe oder an der Sehne für eine solche Therapieresistenz verantwortlich wären, aber wie kann man diesen Patienten dennoch helfen?

Meine weiteren Forschungen haben ergeben, dass von jedem Schmerzbereich eine Ausbreitung von Gewebereizungen Richtung Wirbelsäule und zu den oberen oder unteren Extremitäten nachweisbar war, was weder den bekannten neurologischen Mustern, noch dem Meridian-Verlauf entspricht.

Vor tausend Jahren haben die chinesischen Ärzte festgestellt, dass die Patienten auf das Punktieren an Unterarm, Hand, Unterschenkel und Fuß am stärksten reagieren.

Heute wissen wir, dass in den genannten Stellen viel mehr nervale Endigungen auf der Haut present sind als beispielsweise am Rücken oder am Bauch. Im Gehirn haben diese Körperpartien eine größere Projektionsfläche. Deswegen sind die Arme und Beine empfindlicher,  können aber auch hochspezialisierte Tätigkeiten ausführen. Die praktische Folge für die Therapie – mit einem Nadelstich an den Extremitäten wird im Gehirn eine viel größere Zone angesprochen, dadurch ist auch die Wirksamkeit erhöht.

Wenn ein Punkt am Unterarm, bzw. am Unterschenkel der aufgrund meiner neuen Erkenntnisse mit dem Ort der Beschwerden in einer direkten Verbindung steht, präzis akupunktiert wird, entsteht eine sofortige Reaktion – die Schwellung und die entzündliche Empfindlichkeit im Schmerzbereich gehen rasch und anhaltend zurück. Damit kann dem Patient mit therapieresistenten Schmerzen wirksam geholfen werden: Die Behandlung erfolgt an der Peripherie. Eine erneute Untersuchung am Beschwerdeort dient der Beurteilung der Wirksamkeit der eingesetzten Nadeln.

Laut den Regeln der chinesischen Akupunktur müssen die Punkte durch das Nadeldrehen stimuliert werden. Dadurch wird das sogenannte De-Chi-Gefühl (dumpfe, ziehende Ausbreitung) angeregt.

Bei meiner Methode ist es wichtig, die Nadeln oberflächlich und schmerzfrei einzusetzen, damit keine Überreizungen entstehen. Subtile, kaum spürbare Reizungen durch den Nadeleinstich, LASER, Bioresonanz, hochpotenzierte Homöopathika sind physiologisch gesehen wirkungsvoller als zu starke Einwirkungen.

Bei Arthritis, Rheuma, Migräne, allergischen Reaktionen, Fersensporn, Kalkablagerungen an der Schulter sind die betroffenen Gewebe äußerst berührungsempfindlich. Eine lokale Nadelung kann in diesen Fällen eine Verschlimmerung der Beschwerden verursachen.  Die periphere Akupunktur bietet eine höhere Wirksamkeit und wird vom Patient viel besser vertragen.